Hallo liebe Eltern,
einige von euch werden es sicherlich mitbekommen haben…. Das Thema “Schulplätze nimmt wieder Fahrt auf und aufgrund der aktuellen Statements haben wir als Vorstand gestern Abend folgende Pressemitteilung veröffentlicht.
Wie immer, Diskussionen zu dem Thema sind herzlich Willkommen.
Langenfelder Stadtschulpflegschaft fordert sofortigen Schulneubau: Fehlende Schulplätze gefährden die Bildung der Schülerinnen und Schüler und die Zukunft der Stadtentwicklung
Wir, die Langenfelder Stadtschulpflegschaft, schlagen angesichts der drohenden akuten Schulplatznot an den weiterführenden Schulen Alarm. Wir fordern die Stadtverwaltung und den Rat zum entschlossenen und soforti- gen Handeln auf. Die jüngsten Entwicklungen und die gescheiterten Verhandlungen mit der Stadt Hilden zur Übernahme der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule bestätigen unsere seit Jahren bestehenden Befürchtungen: Langenfeld ist in den kommenden Jahren nicht in der Lage, die erforderliche Anzahl an Schulplätzen ohne Quali- tätsverlust zur Verfügung zu stellen.
Fehlende Führung und verfehlte Strategie
Seit Jahren weisen wir unermüdlich auf den steigenden Bedarf an Schulplätzen hin. Zahlreiche Diskussionen, Workshops und Gutachten haben diesen Bedarf untermauert. Die Prognosen zeigen einen anhaltend hohen Be- darf an Schulplätzen bis weit in die 2030er Jahre. Bereits bei der kommenden Schulplatzvergabe im Februar 2026 werden die Kapazitäten voraussichtlich nicht ausreichen.
Es ist aus unserer Sicht zutiefst enttäuschend, dass insbesondere vom aktuellen Bürgermeister Frank Schneider, der Bildung stets als Top-Priorität bezeichnet hat, die vom Gremium erarbeiteten Vorschläge blockiert werden. Im Gegensatz dazu sind die von ihm eingebrachten Lösungsvorschläge weder bildungspolitisch sinnvoll noch re- alistisch umzusetzen. Durch diese Einmischung verlieren wir weiter wertvolle Zeit.
Container als Dauerlösung? Eine inakzeptable Perspektive.
Die absehbare Notwendigkeit von Mehrklassen und Modulbauten ab 2026 ist keine Lösung. Wir befürchten, dass diese Container zu einem Dauerzustand werden. Die in einem gemeinsamen Workshop von allen Beteiligten geforderte hohe Qualität an unseren Schulstandorten kann mit einer solchen „Lösung“ nicht gerecht werden.
Anbauten an der Prismaschule und zusätzliche Erweiterungsplanungen am Konrad-Adenauer-Gymnasium lehnen nicht nur wir Eltern als unzureichende und nicht nachhaltige Maßnahmen ab. Auch die Nutzung eines Neubaus als Dependance der Prismaschule kann die geforderte Qualität nicht gewährleisten. Diese Maßnahmen würden lediglich bestehende Strukturen überlasten.
Investition in Bildung ist Investition in die Zukunft
Unsere klare Forderung ist der Bau eines neuen Schulstandortes. Dieses sollte primär als neue Gesamtschule konzipiert werden.
Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft und in eine prosperierende Stadtgesellschaft. Eine her- vorragende Bildungslandschaft zieht Familien an, stärkt den Wirtschaftsstandort und sichert Fachkräfte von mor- gen. Kurzfristiges Sparen in Bildung rächt sich langfristig und schadet der Entwicklung Langenfelds nachhaltig.
Ein Neubau deckt nicht nur den aktuellen Bedarf an Schulplätzen, sondern bietet auch eine zukunftsorientierte Lösung: Sollten die Schülerzahlen wider unsere Erwartungen in ferner Zukunft sinken, können die Schulen ihre ursprünglich geplanten und pädagogisch sinnvollen Konzepte voll entfalten.
Dringender Appell an den amtierenden und künftigen Bürgermeister
Wir appellieren mit Nachdruck an den jetzigen und den zukünftigen Bürgermeister, jetzt die Weichen für eine tragfähige Lösung zu stellen. Es geht hier nicht nur um Zahlen und Kosten, sondern um die Zukunft unserer Kinder und damit um die Zukunft unserer Stadt.
Wir, die Langenfelder Stadtschulpflegschaft, erwarten ein schnelles, mutiges und entschlossenes Handeln, das die Bildung der jungen Langenfelder Bürgerinnen und Bürger an oberste Stelle setzt.
Der Vorstand
Lars Grabbe, Thomas Jagieniak, Sandra Krüger, Eva Schmitz